Upcoming project: WHITE HOME

THE WHITE HOME - EIN ZELLENRAUM
Video Installation von Valerie Schaller 2016

Die Installation WHITE HOME ist ein Raum des Ursprungs.
Die Basis Komponenten des Lebens schwingen hier in einer einzigartigen stillen intimen Atmosphäre und umgeben den Besucher mit hoch feinstofflichen Frequenzen.
Man betritt den Raum, der am Boden bedeckt ist mit einem projizierten Teppich von mikroskopisch fotografierten Zellen. Das Zellenmeer zieht sich an einer Wand hoch und zwei weitere Projektionen sind im Raum integriert.

ZUSAMMENARBEIT MIT DEM WEIZMANN INSTITUT, ISRAEL

In Zusammenarbeit mit dem Stammzellen Forscher Dr. Yakub Hanna vom Department of Molecular genetics vom Weizmann Institute in Rechovot, hat Valerie Schaller bereits begonnen nach Material von mikroskopischen Stammzellen zu recherchieren, Bilder auszuwählen um nun mit der künstlerischen Umsetzung begonnen.
Sie hat dafür persönlich das lab von Dr. Hanna im Okt. 2016 besucht und mit den Forschern direkt am Mikroskop nach Material recherchiert und sich mit dem Gebiet der Stammzellenforschung auseinander gesetzt.

Eine spannende Kooperation zwischen Wissenschaft und Kunst, welches der Kurator des Institutes Yivsam Azgad als Anlass nimmt, um ?WHITE HOME in einer renommierten kulturellen Institution in Israel, sowie auch am Campus des Institutes, zu zeigen.
Geplant sind danach weitere Präsentationen in Europa / USA.

Projektion: STAMMZELLEN

Embryonale Stammzellen sind die purste Form unverbrauchten Wachstums.
Ein mikrobiologisches Abbild, das symbolisch vieles aufweist:

Unsere von Krieg-und Gewalt gerüttelte Welt zeigt auf, dass der Mensch sich im Laufe seines Lebens mental prägt und ''verformt'', dass die Verformung bis ins unmenschlich gewalttätige hinein sich entwickeln kann.
Auch Krebszellen weisen auf, dass die physische Grundveranlagung durch Zell Verformung zu Krankheit und ''Imbalance'' führen kann.
Valerie Schaller zeigt in ihrer Installation die Purheit des Lebens, das ursprünglich von der Natur genial veranlagte Wachstums-Leben, man könnte es auch Unschuld, Unberührtheit und Un-Verdorbenheit bezeichnen. Die embryonale Stammzelle zeigt das auch in ihrer optisch-ästhetischen Form auf. Ein perfekt homogenes Gebilde, im Normalfall ohne degenerative Verformungen.
Im Stadum der embryonalen Zellteilung sind wir Menschen alle gleich.
WHITE HOME ist also die Heimat jedes Menschen.

In der Forschung versucht man durch embryonale Stammzellen, von Krankheit degenerierte Zellen wieder in die Heilung zu führen.Zellforschung gehört zu den führenden Forschungsgebieten weltweit und wirft hoch aktuelle ernsthafte ethische Fragestellungen auf, wann menschliches Leben beginnt und wie weit man als Mensch in diese biologischen Prozesse eingreifen darf.
Wir alle haben das Stadium der embryonalen Wachstumsphase durch gemacht.
In jedem Menschen ist diese Purheit also veranlagt.
White Home bietet eine Plattform um an diese Purheit und Ursprünglichkeit wieder anzuknüpfen.

Projektion: WHITE SPACE

Eine der Projektionen ist ein Spiel von weissen, sich im Raum bewegenden und rotierenden riesigen Pfingstrosen, die in ihrer Weichheit und Formgebung an ein wolkenähnliches Bett erinnern. Sie bewegen sich in unterschiedlichen Formationen, ähnlich im Weltraum schwebender Himmelsköper, erinnern aber auch an märchenhafte Gebilde, die in ständiger Bewegung miteinander kommunizieren. 
Zudem erlaubt der Blick in die Formation der Blüten und Blütenkelche großformatig einzutauchen und die biologische Perfektion der Blüte zum Vorschein zu bringen.
Ein Makrokosmos neben dem Mikrokosmos...
In diesen Blüten taucht eine junge Frau auf, die in embryonaler Stellung schlafend ebenso rotierend ein stilles Universum verkörpert und sich zwischen Traumwelt und physischer Realität bewegt.
Diese Frau erscheint immer wieder auch im Zwillingspaar wie eine Spiegelung.
In schwesterlicher Symbiose lässt dies Assoziationen aufkommen, die an den embryonalen Urzustand und an eine im platonischen Sinne Ursprungs - Dualität erinnern.
Da die junge Frau bekleidet ist, entsteht eine Verfremdung und ein transzendentaler Bezug im Zusammenhang mit den riesig aufgeblasenen Blüten, eine undefinierbare magisch - poetische, etwas skurrile Stimmung, die staunen und fragen lässt:
In welcher Welt bewegen wir uns hier. Traum oder Realität, Biologie oder Mythologie, wie real ist diese erwachsene Frau, wie real trage ich selbst diese embryonalen Grundbedürfnisse in mir selbst und welche Sehnsüchte werden in mir erweckt ...


Projektion: STILLEN


In einer weiteren Video Projektion ist die Nah Aufnahme eines Säuglings beim Stillen zu sehen - der Ausschnitt des Mundes an der Brust saugend, macht deutlich, dass die Muttermilch als erste Nahrung die der Mensch zu sich nimmt, ein vollständiges nährstoffreiches Konzentrat ist, dass den Neugeborenen am Leben erhält und ebenso als Wunder der Natur bezeichnet werden kann. Die enge Bindung zur Mutter und der stille Akt des Stillens, in seiner ganzen Intimität wird sichtbar. Atmosphärisch wird hier eine, eher sonst verborgene Handlung gezeigt, nämlich die Weichheit und Verbundenheit zwischen Mutter und Kind.
(Diese Projektion wird evtl. kleiner als die anderen projiziert um die Intimität zu verstärken)
Weiters in dieser Projektion eine mikroskopische Videoaufnahme von Muttermilch, in der großformatig die Substanz ''an Sich'' als Fluid dargestellt wird, der Fokus wird auch hier sowohl in der ''Erforschun'' als auch als künstlerische Ästhetik in der Formensprache der mikroskopischen Aufnahme dar gestellt.

WIRKUNG U. AUSSAGE

Durch die permanente Präsenz der Zellen ist man in einem Raum der Erfrischung, der Regeneration, der Haut prickelnden Stimulation eingetaucht... ein äusserst intimer Raum, der an Zeiten erinnert, die den meisten von uns gar nicht mehr in Erinnerung bleibt, eine Welt, die nicht in unserem Bewusstsein ist, da Zellen nur mikroskopisch sichtbar sind, wir jedoch als Menschen und das ganze Leben nur aus Zellen bestehen;
Es wird ein Teil in uns aktiviert, der an tief gespeichertes Wissen erinnert, an das Kommen und Gehen des Lebens, Regeneration und Absterben, die fortwährende Erneuerung und vor allem das Wunder der Mikro Bestandteile unserer Existenz durch die mikroskopisch real gezeigte Zelle, eine wissenschaftlich fundierte Analyse, die hier greifbar nahe gebracht wird.
Man betritt eine Realität, der wir nicht ausweichen können, hier sind wir unmittelbar mit der puren Existenz der Zellen konfrontiert - mehr noch - wir betreten sie wissend, dass man selbst aus Zellen besteht und ist gleichzeitig umgeben von ihnen, haben die Chance dieses Wunder von ganz nahe zu betrachten und die Energie dieser Grundelemente aufzunehmen.
Die Gesamt Komposition von WHITE HOME ist ein erfrischendes, stilles und zum  Staunen anregendes Universum, das mit dem Ursprung unserer menschlichen Existenz zu tun hat.
Basic life - Zellen, der stillende Säugling und als Brücke dazu die traumhaft - poetische Projektion der Frau in den Blüten, welche allerdings auch eine emotionale Assoziation des eigenen Innenlebens zur Berührung bringt.
Die Vernetzung von Traumwelt (Blütenprojektion) und wissenschaftlich realer Zellen-Bilder erschafft eine intensive Spannung, welche die Trennung von Materie und Mysterium, dem ''unerklärliche Mysterium des Lebens'' und dem erforschten mikroskopischen Universum aufhebt und als Parallelwelten ineinander verweben lässt.

Die sensible Grenze zwischen Naturwissenschaft und nicht erklärbaren Phänomenen wird dem Besucher als Gesamtatmosphäre in einem Raum geschenkt, es ist ein Raum der Geheimnisse mit Bildern, die wir gleichzeitig kennen.
Auch der Säugling gehört in der menschlichen Evolution einer Art ''Traumwelt'' - man denke nur an die Gestik, den Blick und das ganz Verhalten eines Neugeborenen, dessen Altersstufe wir alle selbst durchlebt haben, einer Lebensphase, die uns jedoch nicht mehr im Gedächtnis bleibt. Es wird ein Gebiet betreten, das jenseits unseres Bewusstseins liegt und nur in unbewusste Tiefen abgespeichert ist, man könnte auch sagen im Zell - Gedächtnis;
Wie man inzwischen von der Tiefenpsychologie weiss, haben die ersten Lebensmonate grosse Auswirkungen auf die Folgen unseres späteren Erwachsenen Lebens. Der Bezug zum Jetzt ist somit gegeben.
Der Säugling ist vor wenigen Monaten durch Zellteilung entstanden und somit dem Phänomen dieses biologischen Prozesses am Nächsten.
Die Muttermilch als erste Nahrung, als Grundsubstanz für die Entwicklung und das Gedeihen des neugeborenen Menschen, die Muttermilch mikroskopisch betrachtet als Bewusstwerdung, dass es sich auch hier um eine Substanz handelt, mit der uns die Natur ausgestattet hat und die alle Stoffe enthält für ein gesundes Wachstum.
Künstlerisch ist es ein reges Zusammenspiel von Rhythmen Fluida, ein sanftes Bewegen stiller Aktionen, getaucht in Licht-und Farbkompositionen.

SOUND

Akustisch wird die Installation mit einer Sound Collage von Adam Weismann untermalt, die speziell für diesen Raum komponiert wird. Beeinflusst von der Thematik und Grundatmosphäre, verstärkt die Musik Adam Weisman?s die Wirkung der Installation auf akustischem Niveau und erweitert den Raum.
Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet die Künstler, die sich im Visuellen und Akustischen perfekt ergänzen.

www.adamweisman.net

Visit at the lab of Dr. Jacob Hanna, Weizmann Institute, Israel

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  • Valerie Schaller and Dr. Jacub Hanna, Oct.2016
    Valerie Schaller and Dr. Jacub Hanna, Oct.2016